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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |
Präsentismus – das Arbeiten trotz Krankheit – ist in deutschen Apotheken keine Seltenheit. Mitarbeitermangel, hoher Arbeitsdruck und das Gefühl, unersetzlich zu sein, treiben viele Angestellte trotz Erkältung oder Grippe in den Betrieb. Doch die Folgen sind gravierend: Ansteckungsrisiken, sinkende Produktivität und langfristige Belastungen für das Team. Warum dieses Verhalten alle Beteiligten gefährdet und wie Apothekenbetreiber mit klaren Strategien eine gesundheitsorientierte Unternehmenskultur fördern können.
Das Phänomen des Präsentismus, also das Erscheinen am Arbeitsplatz trotz Krankheit, gewinnt in deutschen Apotheken zunehmend an Relevanz. Mitarbeitermangel, hoher Arbeitsdruck und eine oft unausgesprochene Erwartungshaltung, stets verfügbar zu sein, treiben viele Angestellte dazu, auch mit Schnupfen, Fieber oder Erschöpfung in die Apotheke zu gehen. Doch was auf den ersten Blick wie Engagement wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Gefahr für den Betrieb, die Kunden und die Betroffenen selbst.
In Apotheken, die durch den Fachkräftemangel ohnehin oft am Limit arbeiten, hat Präsentismus weitreichende Folgen. Krank arbeitende Mitarbeiter sind weniger produktiv, machen häufiger Fehler und verlängern damit die Bearbeitungszeiten – eine kritische Entwicklung in einem Umfeld, in dem Präzision und Zuverlässigkeit essenziell sind. Gleichzeitig erhöht sich die Gefahr der Ansteckung von Kollegen und Kunden. Besonders in der Erkältungs- und Grippesaison kann dies schnell zu einer Ausbreitung von Krankheiten führen, die den Betrieb in seiner Gesamtheit beeinträchtigt.
Die Gründe für Präsentismus sind vielfältig. Viele Mitarbeiter befürchten, durch Fehlzeiten als weniger engagiert zu gelten oder den Betrieb zusätzlich zu belasten. Gerade in kleineren Apothekenteams entsteht oft ein Gefühl der Unersetzbarkeit, das Betroffene dazu verleitet, ihre eigene Gesundheit hintenanzustellen. Häufig fehlt es auch an einer klaren Kommunikation vonseiten der Arbeitgeber, dass Krankmeldungen nicht nur akzeptiert, sondern erwartet werden, wenn Mitarbeiter sich unwohl fühlen.
Für Apothekenbetreiber stellt die Bekämpfung von Präsentismus eine Herausforderung dar, doch sie ist notwendig. Neben einer offenen Kommunikation über den Umgang mit Krankheitstagen sollten Arbeitgeber Maßnahmen ergreifen, um den Druck auf ihre Mitarbeiter zu verringern. Flexible Arbeitszeiten, klare Vertretungsregelungen und die Möglichkeit, administrative Aufgaben im Homeoffice zu erledigen, können hier hilfreich sein. Zudem sollten Apotheken ihre Unternehmenskultur dahingehend stärken, dass Gesundheit als Grundlage für langfristigen Erfolg wahrgenommen wird.
Auch präventive Maßnahmen können eine Rolle spielen. Regelmäßige Gesundheitschecks, Angebote zur Stressbewältigung und ergonomische Arbeitsplätze fördern nicht nur das Wohlbefinden der Mitarbeiter, sondern zeigen ihnen auch, dass ihre Gesundheit ernst genommen wird. Langfristig profitieren nicht nur die Angestellten, sondern auch der Betrieb von einer solchen Ausrichtung.
Für die Kunden bleibt eine Botschaft entscheidend: Eine Apotheke, die ihre Mitarbeiter schützt und unterstützt, schafft nicht nur Vertrauen, sondern auch eine stabile Basis für hochwertige pharmazeutische Versorgung. Die Verantwortung dafür liegt letztlich bei den Apothekenleitern, die mit gutem Beispiel vorangehen müssen.
Präsentismus ist in vielen Branchen ein bekanntes, aber oft unterschätztes Problem – in Apotheken hat es jedoch eine besondere Brisanz. Hier treffen hohe Anforderungen an Präzision und Kundenorientierung auf ein Arbeitsumfeld, das durch den Fachkräftemangel unter Druck steht. Die Versuchung, trotz Krankheit zur Arbeit zu erscheinen, ist groß. Doch die Konsequenzen sind gravierend: Ein Mitarbeiter, der krank arbeitet, schadet nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Kollegen und dem Betrieb als Ganzes.
Das eigentliche Problem liegt oft in den Strukturen und der Kultur am Arbeitsplatz. Viele Apotheken vermitteln unbewusst, dass Präsenz wichtiger ist als Leistung. Mitarbeiter fühlen sich verpflichtet, auch unter widrigen Umständen zu erscheinen, weil sie den Betrieb nicht belasten wollen. Diese Haltung muss sich ändern. Führungskräfte sind gefragt, eine klare Botschaft zu senden: Gesundheit hat Priorität, und Krankheitstage sind keine Schwäche, sondern ein Zeichen von Verantwortung.
Der Umgang mit Präsentismus erfordert jedoch mehr als nur Kommunikation. Apothekenbetreiber sollten gezielt in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investieren – sei es durch präventive Gesundheitsprogramme, bessere Arbeitsbedingungen oder eine faire Verteilung der Arbeitslast. Auch die Einführung von Vertretungsregelungen und flexiblen Arbeitszeitmodellen kann den Druck auf das Team reduzieren.
Letztlich geht es darum, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Gesundheit und Wohlbefinden in den Mittelpunkt stellt. Apotheken, die dies schaffen, profitieren nicht nur von einer zufriedeneren Belegschaft, sondern auch von einem besseren Ruf bei Kunden und Patienten. Sie senden ein starkes Signal: Wer in der Gesundheitsversorgung tätig ist, muss auch selbst gesund arbeiten können.
Präsentismus ist kein Zeichen von Engagement, sondern eine stille Gefahr, die langfristig alle Beteiligten belastet. Für Apothekenbetreiber liegt die Chance darin, mit einer klaren Haltung und innovativen Lösungen gegenzusteuern – zum Wohl der Mitarbeiter und des gesamten Betriebs.
Von Engin Günder, Fachjournalist
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