• 23.06.2026 – Apotheken-Themen von heute zeigen, wie Rezeptfälschungen Sicherheit fordern, Rentenpläne Jobs verteuern, Warken Apotheken stärker einbindet.

    APOTHEKE | Medienspiegel & Presse | Rezeptfälschungen, teurere Minijobs, Retaxrisiken, Warkens Apothekenpläne, Olorofim und Prävention zeigen neue Belastungen.

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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Apotheken-Themen von heute zeigen, wie Rezeptfälschungen Sicherheit fordern, Rentenpläne Jobs verteuern, Warken Apotheken stärker einbindet.

 

Retaxrisiken, Olorofim, Darmkrebsdaten, Sportverletzungen und Forschungsmodelle zeigen, warum Versorgung mehr Ordnung braucht.

Stand: Dienstag, 23. Juni 2026, 18:33 Uhr

Apotheken-Themen: Bericht von heute

Apotheken-Nachrichten von heute zeigen, wie stark Verantwortung in die Betriebe wandert: Rezeptfälschungen werden in Baden-Württemberg mit einer gemeinsamen Kampagne von LKA und LAV bekämpft, weil gefälschte Verordnungen Arzneimittelsicherheit, Kühlketten, Personal und Wirtschaftlichkeit gefährden. Rentenpläne können Minijobs in Apotheken verteuern, Retaxrisiken verlangen frühere Fehlererkennung und bessere Absicherung, Warken will Apotheken stärker in ein neues Primärversorgungssystem einbinden. Olorofim öffnet eine neue Perspektive bei invasiver Aspergillose, Darmkrebsdaten mahnen zu besserer Prävention, Bänderrisse zeigen den Wert früher Einordnung, Wachsmottenlarven könnten Tierversuche verringern. Der gemeinsame Kern: Versorgung wird anspruchsvoller, wenn Sicherheit, Finanzierung, Prävention und Forschung zugleich neue Verantwortung erzeugen.

 

Rezeptfälschungen, Rentenpläne, Retaxrisiken und Warkens Primärversorgungslogik treffen Apotheken nicht als getrennte Nachrichten. Sie greifen an denselben Punkt: Die Apotheke wird immer stärker als operative Sicherheits- und Steuerungsstruktur gebraucht, während genau diese Struktur wirtschaftlich, personell und organisatorisch unter Druck steht. Dazu kommen neue Wirkstoffe wie Olorofim, Präventionsdebatten bei Darmkrebs, alltägliche Verletzungsrisiken und Forschungsmodelle, die Tierversuche reduzieren könnten. Es entsteht kein ruhiger Nachrichtentag. Es entsteht ein Bild von Versorgung, in dem Betrug, Finanzierung, Prävention, Therapieinnovation und Forschungsumbau dieselbe Frage stellen: Wer trägt die Verantwortung, wenn das System komplexer wird?

Die Kampagne von Landeskriminalamt und Landesapothekerverband Baden-Württemberg gegen Rezeptfälschungen setzt an einem Punkt an, der Apotheken längst nicht mehr nur als Einzelfallproblem begegnet. 540 registrierte Fälle im vergangenen Jahr zeigen, dass gefälschte Rezepte nicht am Rand des Systems stattfinden. Sie zielen auf verschreibungspflichtige und häufig hochpreisige Arzneimittel, besonders auf Präparate zur Gewichtsreduktion oder zur Behandlung von Krebserkrankungen. Was zunächst als Betrugsdelikt erscheint, wird damit zur Versorgungsfrage. Denn illegal erlangte Arzneimittel verlassen den kontrollierten Weg, verlieren die fachliche Einordnung, können über Schwarzmarktkanäle weitergegeben werden und geraten aus jeder verlässlichen Kühlketten- und Anwendungskontrolle.

Für Apotheken liegt der Schaden nicht nur in einem möglichen Warenverlust. Rezeptfälschungen binden Personal, erzeugen Prüfaufwand, verlangen Aufmerksamkeit an der Kasse, können Retaxationen auslösen, führen zu Anzeige- und Dokumentationspflichten und treffen zugleich das Vertrauen der Patienten. Wer ein gefälschtes Rezept erkennt, muss handeln. Wer es nicht erkennt, kann wirtschaftlich und rechtlich in eine schwierige Lage geraten. Die Kampagne mit Plakaten ist deshalb nur eine sichtbare Ebene. Dahinter liegt die eigentliche Betriebsfrage: Wie gut ist eine Apotheke darauf vorbereitet, Fälschungen systematisch zu erkennen, zu dokumentieren und abzusichern?

Der Verweis aus Thüringen auf eine verpflichtende E-Rezept-Nutzung bei besonders fälschungsanfälligen Arzneimitteln zeigt die Richtung. Je teurer und begehrter bestimmte Präparate werden, desto stärker wird die Papierlogik zum Risiko. Das E-Rezept kann Betrug nicht vollständig beenden, aber es verändert die Prüfarchitektur. Es erschwert bestimmte Manipulationen, verlagert zugleich aber Aufmerksamkeit auf digitale Zugänge, Identitäten, Systemstörungen und Prozesssicherheit. Für Apotheken bedeutet das: Rezeptsicherheit wird künftig nicht weniger Arbeit, sondern andere Arbeit. Die Kontrolle wandert vom bloßen Papierblick in ein Zusammenspiel aus technischer Prüfung, pharmazeutischem Verdacht, Dokumentation und Meldelogik.

Genau an dieser Stelle wird branchenspezifischer Versicherungsschutz wichtig. Rezeptfälschungen, Retaxationen, Vertrauensschäden, Cyberrisiken und Kühlkettenfehler sind keine getrennten Risikowelten mehr. Wenn ein hochpreisiges Arzneimittel mit gefälschtem Rezept erlangt wird, kann der wirtschaftliche Schaden erheblich sein. Wenn die Kühlkette anschließend auf dem Schwarzmarkt unterbrochen wird, entsteht zusätzlich ein Gesundheitsrisiko für Menschen, die diese Präparate ohne sichere Kontrolle verwenden. Apotheken stehen damit zwischen Strafverfolgung, Arzneimittelsicherheit, Abrechnungsrisiko und Patientenschutz. Gute Prozesse sind die erste Verteidigung. Versicherung ist die Schutzschicht für das, was trotz guter Prozesse schiefgehen kann.

Die Rentenpläne verschieben den Druck auf eine andere Ebene. Die Vorschläge der Rentenkommission sollen Minijobs ohne Opt-out in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen und ihren steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus abschaffen. Für Apotheken ist das nicht abstrakt. Minijobs sind in vielen Betrieben Alltag, etwa im Botendienst, bei Reinigungstätigkeiten, bei einfachen organisatorischen Aufgaben oder zur flexiblen Entlastung in Randzeiten. Wenn diese Beschäftigungsform teurer wird, verändert sich nicht nur eine Lohnabrechnung. Es verändert sich die Beweglichkeit kleiner Betriebe.

Sebastian Schwintek von der Treuhand Hannover weist darauf hin, dass Beschäftigte mutmaßlich einen gleichbleibenden Nettolohn erwarten werden. Wenn aus geringfügiger Beschäftigung regulärere Beschäftigung wird, steigen Bruttokosten und Arbeitgeberlasten. Die genannten Mehrkosten von etwa 14 bis 15 Prozent sind für Apotheken kein Nebensatz. Viele Betriebe kalkulieren ohnehin eng. Zusätzliche Personalkosten treffen auf stagnierende Honorare, steigende Betriebskosten, Lieferengpassmanagement, Retaxrisiken und neue Aufgaben in Prävention und Primärversorgung. Was politisch als Stärkung der Alterssicherung erscheint, kann betriebswirtschaftlich zur nächsten Belastungsschicht werden.

Die entscheidende Frage ist nicht, ob Rentenansprüche für Beschäftigte sinnvoll sind. Das sind sie. Die Frage ist, ob kleine Versorgungsbetriebe ausreichend Luft haben, solche Strukturverschiebungen ohne Leistungseinbußen aufzufangen. Apotheken können Minijobs nicht einfach beliebig streichen, wenn Botendienste, Reinigung, Warenpflege oder flexible Zusatzzeiten weiter gebraucht werden. Sie können auch nicht jede Tätigkeit ohne Weiteres auf Fachpersonal verschieben, das ohnehin fehlt. Damit wird Rentenpolitik zur Apothekenpersonalpolitik. Und sie zwingt Inhaber dazu, Arbeitsmodelle, Dienstpläne und Kostenstrukturen neu zu prüfen.

Retaxrisiken gehören in diese gleiche Betriebsrealität. Retaxationen kosten Geld, Zeit und Nerven, aber sie sind längst mehr als nachträgliche Ärgernisse aus der Abrechnung. Sie sind ein Indikator dafür, wie stabil die Rezeptprüfung, Dokumentation und Prozesskontrolle einer Apotheke funktionieren. Je komplexer Arzneimittelversorgung wird, je mehr Sonderregeln, Austauschvorgaben, Rabattverträge, Formfehler, Fristen und digitale Prozessschritte zusammenkommen, desto stärker hängt wirtschaftliche Sicherheit an administrativer Präzision.

Eine Retax-Versicherung ist deshalb nicht als bequeme Auslagerung von Sorgfalt zu verstehen. Sie ersetzt keine Prüfung, keine Schulung und keine saubere Abrechnung. Sie gehört dort in die Risikostruktur, wo trotz aller Sorgfalt Fehler, Streitfälle oder Auslegungskonflikte entstehen können. Apothekenbetreiber müssen wissen, welche Retaxarten überhaupt versicherbar sind, welche Ausschlüsse bestehen, welche Dokumentation im Schadenfall erforderlich ist und wie sich eine solche Absicherung in das eigene Kontrollsystem einfügt. Wer nur auf Versicherung setzt, ohne Prozesse zu verbessern, bleibt verwundbar. Wer nur Prozesse verbessert, ohne das Restrisiko zu schützen, kann bei hohen Einzelbeträgen trotzdem hart getroffen werden.

Warkens Auftritt beim Hauptstadtkongress macht sichtbar, dass Apotheken politisch stärker eingebunden werden sollen. Die Apothekenreform wird als wichtiger Baustein eines neuen Primärversorgungssystems beschrieben. Apotheken sollen mehr tun dürfen: zusätzliche Impfungen, PoC-Tests, Präventionsangebote, niedrigschwellige Orientierung. Die Ministerin spricht von Aufgaben, die auf mehr Schultern verteilt werden müssen. Das ist für die Berufsgruppe zunächst eine Anerkennung. Apotheken werden nicht mehr nur als Abgabestellen gesehen, sondern als erreichbare Infrastruktur in einem System, das Navigation und Koordination verbessern will.

Doch genau hier liegt die Spannung. Die politische Aufwertung kann nur dann tragen, wenn sie nicht als stiller Ersatz für fehlende Ressourcen anderswo missverstanden wird. Wenn Apotheken mehr impfen, testen, präventiv beraten und Patientenströme mitordnen sollen, brauchen sie Zeit, Personal, Vergütung, Haftungsklarheit, Räume, Technik und Rechtssicherheit. Sonst wird aus „mehr ins Boot geholt“ schnell „mehr Last in den Betrieb gelegt“. Warken betont, das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verlange allen etwas ab, aber nichts Unzumutbares. Ob diese Grenze eingehalten wird, entscheidet sich nicht in der Formulierung, sondern in der Offizin.

Das Finanzierungsdilemma bleibt dabei offen. Erst sollen die Finanzen geordnet werden, dann sollen Strukturreformen langfristig wirken. Für Apotheken bedeutet das eine Übergangsphase, in der sie bereits als Teil neuer Versorgung gedacht werden, aber weiter unter wirtschaftlichem Druck stehen. Der Beitrag des Bundes für Bürgergeldempfänger bleibt ein Elefant im Raum. Prävention, ePA, digitale Ersteinschätzung und das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz erweitern die strategische Architektur. Apotheken sollen darin vorkommen. Aber Vorkommen reicht nicht. Wer Apotheken als Krisen-, Präventions- und Primärversorgungsstruktur nutzen will, muss ihre Belastbarkeit sichern.

Olorofim führt die Versorgung auf die Ebene der Therapieinnovation. Bei invasiver Aspergillose könnte erstmals seit mehr als 20 Jahren eine neue Wirkstoffklasse verfügbar werden. Die Orotomide greifen in den Pyrimidin-Biosyntheseweg von Pilzen ein und wirken über die Hemmung der Dihydroorotat-Dehydrogenase. Für Patienten mit refraktären Infektionen oder fehlender Eignung für Azol-Therapien wäre das ein wichtiger Fortschritt. Die Phase-III-Daten zeigen Nichtunterlegenheit gegenüber liposomalem Amphotericin B mit nachfolgender Standardtherapie und eine geringere Rate arzneimittelbedingter unerwünschter Ereignisse.

Für Apotheken liegt die Relevanz nicht in der täglichen Offizinbreite, sondern in der Richtung. Antiinfektive Innovation wird wieder dringlicher. Resistenzen, immungeschwächte Patienten, invasive Infektionen und begrenzte Therapieoptionen verlangen neue Wirkmechanismen. Wenn Olorofim zugelassen wird, wird es nicht einfach ein weiteres Präparat, sondern ein Signal: Auch bei Pilzinfektionen muss die Pipeline wieder liefern. Mit jeder neuen Wirkstoffklasse wachsen zugleich Anforderungen an Einordnung, Verfügbarkeit, Nebenwirkungsprofil, Interaktionen und klinische Steuerung. Spezialisierte Therapien brauchen spezialisierte Beratungsketten.

Die Darmkrebsdaten bei jüngeren Menschen führen in eine andere Präventionsfrage. Die Zahl der Diagnosen steigt in Deutschland leicht, besonders bei 20- bis 39-Jährigen, ohne dass die Entwicklung bisher so drastisch ausfällt wie in den USA. Experten sehen derzeit keinen ausreichenden Grund, das Screening-Alter generell abzusenken. Der größere Hebel liegt offenbar bei der besseren Nutzung bestehender Früherkennungsangebote ab 50 Jahren. Das ist eine unbequeme, aber wichtige Differenzierung: Mehr Diagnosen bei Jüngeren bedeuten nicht automatisch, dass jede Screeningstruktur sofort umgebaut werden muss.

Die Ursachen bleiben vielschichtig. Adipositas, Bewegungsmangel, Ernährung, frühe Stoffwechselprägung, Antibiotikaeinfluss und Veränderungen des Darmmikrobioms stehen im Raum. Zugleich bleibt die Mortalität in Deutschland stabil, und die Zahl der Fälle unter 50 ist im Verhältnis zu den Fällen bei älteren Menschen weiterhin begrenzt. Für die Versorgung folgt daraus kein Alarmismus, sondern Wachsamkeit. Prävention darf nicht erst beim Screening beginnen. Lebensstil, Teilnahmeraten, Risikokommunikation und eine frühere ärztliche Abklärung bei Warnzeichen sind entscheidend.

Apotheken können hier eine stille, aber wichtige Rolle spielen. Sie begegnen Menschen, die Verdauungsbeschwerden, Blut im Stuhl, unklare Gewichtsveränderungen, Müdigkeit, Eisenmangel oder familiäre Risiken nicht immer richtig einordnen. Sie ersetzen keine Diagnostik, aber sie können niedrigschwellig zur Abklärung motivieren, über Früherkennung informieren und Prävention in Alltagssprache übersetzen. Gerade wenn Deutschland bei Präventionspolitik im europäischen Vergleich schlecht abschneidet, zählt jede Struktur, die Menschen überhaupt erreicht.

Bänderrisse wirken im Vergleich wie ein Alltagsthema, zeigen aber ebenfalls die Verbindung aus Prävention, früher Versorgung und richtiger Einordnung. Der Innenbandriss von Nico Schlotterbeck macht ein bekanntes Verletzungsmuster sichtbar. Umknicken, Schmerz, Schwellung, Schonung, Kühlung, Kompression, ärztliche Abklärung und Bildgebung bilden die Kette. Außenbandverletzungen sind häufig konservativ behandelbar, Innenbandverletzungen können mehr Schutz und im schweren Fall eine Operation verlangen. Rückkehr zum Sport braucht Zeit und Geduld.

Für Apotheken ist das nicht nur Sportnachricht. Menschen kommen mit Schmerzmitteln, Kühlpacks, Bandagen, Salben, Kompressionsmaterial oder Fragen zur Belastung in die Offizin. Beratung muss hier Grenzen kennen. Ein geschwollenes, stark schmerzhaftes Gelenk nach Umknicken gehört abgeklärt, nicht nur überdeckt. Moderate Kühlung, keine extreme Kälte direkt auf die Haut, Kompression, Hochlagerung und Entlastung sind erste Schritte. Der eigentliche Wert liegt in der richtigen Weiterleitung und in Prävention: Koordinationstraining, Balanceübungen, passende Schuhe und geduldiger Belastungsaufbau können Verletzungsrisiken senken.

Die Wachsmottenlarven-Studie bringt schließlich den Forschungsumbau ins Bild. Bei Klebsiella pneumoniae können genomische Programme bereits Hinweise auf Virulenz und Resistenz geben. Um solche Vorhersagen biologisch zu bestätigen, werden bislang häufig Mäuse eingesetzt. Die Larven von Galleria mellonella könnten als Modell helfen, die Virulenz verschiedener Klebsiella-Pathotypen zuverlässig abzubilden und dadurch die Zahl von Säugetierversuchen zu reduzieren. Die Untersuchung mit 80 genetisch unterschiedlichen Isolaten zeigte klare Unterschiede zwischen klassischen, hypervirulenten und konvergenten Stämmen.

Das ist keine kleine methodische Randnotiz. Wenn alternative Modelle im großen Maßstab belastbare Vorauswahl ermöglichen, kann Forschung schneller, ethisch besser und ressourcenschonender werden. Die Larve ersetzt das Säugetiermodell nicht vollständig, aber sie kann den Weg dorthin präziser machen. Am Ende müssen nur noch die aussagekräftigsten Isolate in komplexeren Modellen validiert werden. Für die Antiinfektiva-Forschung, Krankenhauskeime und One-Health-Perspektiven ist das relevant, weil Resistenz und Virulenz nicht mehr getrennt betrachtet werden können.

In der Gesamtschau entsteht eine Versorgungslandschaft, in der Apotheken an immer mehr Schnittstellen gebraucht werden. Rezeptfälschungen verlangen Wachsamkeit und Absicherung. Rentenpläne verändern Personalmodelle. Retaxrisiken zwingen zu Prozessdisziplin. Warken rückt Apotheken in die Primärversorgung. Neue Wirkstoffe wie Olorofim erweitern therapeutische Möglichkeiten. Darmkrebsdaten zeigen die Bedeutung präziser Prävention. Bänderrisse erinnern an schnelle Einordnung und richtige Weiterleitung. Wachsmottenlarven zeigen, wie Forschung effizienter und ethisch differenzierter werden kann.

Für Apothekenbetreiber läuft diese Entwicklung auf eine klare Betriebsfrage hinaus. Sie müssen Sicherheit, Personal, Abrechnung, Prävention, Beratung und Risikoabsicherung nicht nebeneinander verwalten, sondern miteinander verbinden. Wer Rezeptfälschungen erkennt, schützt Patienten und Betrieb. Wer Minijobkosten neu kalkuliert, schützt die Personalstruktur. Wer Retaxrisiken ernst nimmt, schützt Liquidität. Wer Primärversorgung übernimmt, braucht tragfähige Ressourcen. Wer neue Therapien erklärt, muss Nutzen und Grenzen einordnen. Wer Prävention ernst nimmt, muss Menschen erreichen, bevor Krankheit teuer und schwer wird.

Die Apotheke wird damit nicht automatisch stärker, nur weil ihr mehr Aufgaben zugeschrieben werden. Sie wird stärker, wenn diese Aufgaben mit Prozessen, Personal, Vergütung, Versicherungsschutz und fachlicher Autorität hinterlegt sind. Der Tag zeigt nicht nur neue Risiken und neue Chancen. Er zeigt, dass moderne Versorgung immer weniger an einzelnen Produkten hängt und immer stärker an der Fähigkeit, Komplexität im Alltag beherrschbar zu machen.

An dieser Stelle fügt sich das Bild.

Dieser Tag führt nicht über eine einzelne Reform, sondern über viele Prüfstellen des Systems. Ein gefälschtes Rezept kann Arzneimittel aus der sicheren Versorgung reißen. Ein Minijob kann zur Kostenfrage werden. Eine Retaxation kann Liquidität und Zeit binden. Eine Reform kann Apotheken stärken, aber nur, wenn Aufgaben, Vergütung und Haftung zusammenpassen. Ein neuer Wirkstoff kann Therapielücken schließen, Prävention kann Erkrankungen früher abfangen, ein Bänderriss kann richtige Erstversorgung verlangen, ein Forschungsmodell kann Tierversuche reduzieren. Daraus entsteht eine klare Bewegung: Versorgung braucht nicht nur neue Möglichkeiten, sondern tragfähige Sicherungen.

Dies ist kein Schluss, sondern der Punkt, an dem Apotheken ihre neue Belastung erkennen müssen. Wer Rezeptfälschungen prüft, schützt Patienten und Betrieb. Wer Minijobs kalkuliert, schützt Personalplanung. Wer Retaxrisiken absichert, schützt Liquidität. Wer Primärversorgung übernimmt, braucht klare Ressourcen. Wer neue Therapien erklärt, muss Nutzen und Grenzen ordnen. Für Apotheken bündelt sich daraus eine harte Schlusslinie: Mehr Verantwortung wird nur dann zur Stärke, wenn Prozesse, Personal, Versicherungsschutz und fachliche Autorität vor der Belastung stehen.

Journalistischer Kurzhinweis: Themenprioritäten und Bewertung orientieren sich an fachlichen Maßstäben und dokumentierten Prüfwegen, nicht an Vertriebs- oder Verkaufszielen. Die Redaktion berichtet täglich unabhängig über Apotheken-Nachrichten und ordnet Risiken, Finanzen, Recht und Strukturfragen für Apotheker ein. Maßgeblich ist, ob Rezeptsicherheit, Personalpolitik, Retaxschutz, Prävention und neue Therapien Versorgung stabilisieren oder zusätzliche Risiken in den Betrieb verlagern.

 

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