• 01.04.2025 – Apotheken-News: Die Insolvenz in Apotheken erfolgreich abwenden

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APOTHEKE | Medienspiegel & Presse |

Apotheken-News: Die Insolvenz in Apotheken erfolgreich abwenden

 

Strategien zur Überwindung finanzieller Engpässe und langfristigen Sicherung des Apothekenbetriebs

Die finanziellen Herausforderungen für Apotheken in Deutschland nehmen zu: steigende Kosten, stagnierende Honorare und wachsende bürokratische Hürden belasten viele Betriebe. Doch was können Apotheken tun, wenn die Zahlungsunfähigkeit droht? In diesem Bericht werden Wege aufgezeigt, wie Apotheken rechtzeitig reagieren und einer Insolvenz entkommen können. Von der betriebswirtschaftlichen Analyse über das Schutzschirmverfahren bis hin zu möglichen Übernahmeoptionen – der Bericht bietet umfassende Einblicke und konkrete Handlungsempfehlungen für die Sanierung einer angeschlagenen Apotheke.


In Deutschland geraten immer mehr Apotheken in eine finanzielle Schieflage, die durch gestiegene Betriebskosten, stagnierende Honorare und immer komplexere gesetzliche Anforderungen verschärft wird. Besonders kleinere Apotheken, die häufig in ländlichen Regionen ansässig sind, kämpfen ums Überleben. Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind enorm und erfordern rasches Handeln, um eine Insolvenz zu verhindern oder eine geordnete Sanierung zu ermöglichen.

Viele Apothekerinnen und Apotheker sehen sich mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert: Die Honorare für die Abgabe von Arzneimitteln sind in den letzten Jahren kaum gestiegen, während die Betriebskosten kontinuierlich anziehen. Neben steigenden Energiekosten und Lieferengpässen kämpfen Apotheken zunehmend mit der anhaltend niedrigen Vergütung für ihre Dienstleistungen im Gesundheitswesen. Diese Entwicklung wird durch bürokratische Hürden und eine zunehmende Bürokratisierung der administrativen Prozesse noch verstärkt. Besonders gravierend ist die zunehmende Belastung durch digitale Umstellungen und die Implementierung neuer Systeme wie E-Rezept und Telematik-Infrastruktur.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Apotheken, einer drohenden Insolvenz zu entkommen, die jedoch alle eine rechtzeitige und entschlossene Reaktion erfordern. Wer die wirtschaftlichen Schwierigkeiten einfach aussitzt oder versucht, das Problem alleine zu lösen, läuft Gefahr, die Situation weiter zu verschärfen. Stattdessen ist es ratsam, frühzeitig betriebswirtschaftliche Analysen durchzuführen und sich bei Bedarf externe Hilfe zu holen.

Eine der ersten Maßnahmen, die Apotheker ergreifen sollten, ist eine gründliche Bestandsaufnahme ihrer finanziellen Lage. Dazu gehört eine detaillierte Liquiditätsplanung, die aufzeigt, wie viel Geld in den nächsten Monaten zur Verfügung steht, um laufende Kosten zu decken. Hierbei kann eine umfassende Analyse der Einnahmen und Ausgaben durch einen erfahrenen Steuerberater oder Finanzexperten helfen, unnötige Kosten zu identifizieren und Einsparpotenziale zu nutzen. Es kann sich beispielsweise als sinnvoll herausstellen, weniger rentables Sortiment aus dem Angebot zu streichen oder die Öffnungszeiten anzupassen.

Neben der finanziellen Bestandsaufnahme sollte auch das Personalmanagement überprüft werden. Hohe Personalkosten stellen für viele Apotheken einen wesentlichen Faktor dar. Hier könnte die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle oder eine Reduzierung von Überstunden in Erwägung gezogen werden. Gleichzeitig kann eine Verbesserung der internen Kommunikation und Schulung des Teams helfen, die Effizienz zu steigern und den Betrieb auf lange Sicht kostengünstiger zu gestalten.

Für Apotheken, bei denen eine Zahlungsunfähigkeit droht, gibt es das sogenannte Schutzschirmverfahren, das im Rahmen der Insolvenzordnung angeboten wird. Dieses Verfahren erlaubt es Apotheken, sich unter Aufsicht eines Gerichts zu sanieren, ohne dass sofort ein Insolvenzverfahren eingeleitet wird. Der Apotheker erhält einen Zeitraum von bis zu drei Monaten, um den Betrieb zu restrukturieren und Gläubigern Vorschläge zur Begleichung der Schulden zu unterbreiten. Voraussetzung für das Schutzschirmverfahren ist, dass die Apotheke nicht bereits insolvent ist, sondern lediglich eine drohende Zahlungsunfähigkeit besteht.

Ein weiterer wichtiger Schritt in der Krise kann die Konsolidierung oder sogar eine vollständige Übernahme der Apotheke durch einen Kollegen oder ein Filialnetz sein. Hierbei ist es entscheidend, frühzeitig Gespräche zu führen und Lösungen zu finden, die sowohl den finanziellen Druck mindern als auch die Kontinuität des Apothekenbetriebs sichern. In solchen Fällen können auch staatliche Förderprogramme oder Darlehen zur Überbrückung von Engpässen hilfreich sein.

Die wichtigste Maßnahme in Zeiten finanzieller Schwierigkeiten bleibt jedoch die transparente Kommunikation mit den Gläubigern. Banken, Lieferanten und Krankenkassen sollten möglichst frühzeitig über die schwierige Lage informiert werden, um eine Einigung über Zahlungsfristen oder Stundungen zu erzielen. Es ist ein zentrales Element der Sanierung, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen und der Apotheke ein realistischer Weg aus der Krise ermöglicht wird.

Trotz aller finanziellen Belastungen und der Angst vor der Stigmatisierung einer Insolvenz gibt es zahlreiche Beispiele, bei denen Apotheken durch eine konsequente Sanierung wieder auf die Beine gekommen sind. Wichtig ist dabei der Mut, sich der schwierigen Situation zu stellen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wer diese Schritte geht, hat auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Chance, sein Unternehmen langfristig zu sichern.


Kommentar:

Die Herausforderungen, denen Apotheken heutzutage gegenüberstehen, sind vielfältig und komplex. Sie reichen von den steigenden Betriebskosten über die stagnierenden Honorare bis hin zu einer zunehmend komplexen Bürokratie. Für viele Apotheken, besonders in ländlichen Regionen, ist es kaum noch möglich, im traditionellen Geschäftsmodell profitabel zu arbeiten. Die Vergütungssysteme des Gesundheitswesens sind nicht mehr im Einklang mit den realen Kosten des Apothekenbetriebs. Dies wird durch die fortschreitende Digitalisierung und neue gesetzliche Vorgaben zusätzlich erschwert.

Doch die Apotheken müssen sich nicht nur mit externen Faktoren auseinandersetzen. In vielen Fällen sind auch interne Strukturen und eine unzureichende betriebswirtschaftliche Steuerung ein Problem. Das trifft besonders auf viele Einzelapotheken zu, bei denen der Apotheker gleichzeitig als Geschäftsführer, Buchhalter und Personalmanager fungiert – was bei den zunehmenden Anforderungen schlichtweg zu viel sein kann. Hier ist eine verstärkte Professionalisierung und die Bereitschaft, externe Experten hinzuzuziehen, von zentraler Bedeutung.

Eine Insolvenz muss keineswegs das Ende der Apotheke bedeuten. Der Weg dorthin ist meist das Resultat einer schleichenden Verschlechterung der finanziellen Situation, die durch eine frühzeitige Analyse und präventive Maßnahmen hätte verhindert werden können. Für viele Apotheken ist der Schritt in ein Schutzschirmverfahren oder eine freiwillige Übernahme durch einen Filialverbund eine realistische Alternative zur vollständigen Zerschlagung. Diese Möglichkeiten bieten eine Chance für einen Neuanfang und sichern die Existenz des Unternehmens, ohne dass es zu einer Liquidation kommt.

Trotz aller Entschlossenheit und aller rechtzeitigen Interventionen wird auch deutlich, dass die Apothekenbranche in Deutschland einer umfassenden Reform bedarf. Der Gesetzgeber muss auf die veränderten Rahmenbedingungen reagieren und endlich eine faire Vergütung für die Arbeit der Apotheker sicherstellen. Darüber hinaus sind die politischen Entscheidungsträger gefordert, die Bürokratie in der Branche zu verringern und die Digitalisierung so zu gestalten, dass sie den Apotheken tatsächlich hilft, ihre Effizienz zu steigern und nicht nur zusätzliche Belastungen aufzubürden. Apotheken, die ihre betriebswirtschaftliche Verantwortung ernst nehmen, aber auch auf eine adäquate Unterstützung durch die Politik hoffen können, haben die besten Chancen, auch in Zukunft erfolgreich zu bleiben.

Die Finanzkrise der Apotheken darf nicht als individuelles Scheitern abgetan werden, sondern muss als strukturelles Problem innerhalb eines überforderten Gesundheitssystems verstanden werden. Die Apotheker sind Teil eines wichtigen und unverzichtbaren Systems, das auf mehr Unterstützung angewiesen ist – von politischen Entscheidungsträgern und der Gesellschaft. Die Zukunft der Apotheken in Deutschland liegt nicht nur in den Händen der Unternehmer, sondern auch in der Bereitschaft, gemeinsam Lösungen zu finden und die Herausforderungen anzupacken.

Von Engin Günder, Fachjournalist

 

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